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Geschichte JF

Geschichte der Jugendfeuerwehr Reher

In Reher machte man sich schon 1949 Gedanken darüber, wie der Nachwuchs für die Feuerwehr gesichert werden konnte. Da es zur damaligen Zeit noch keine Jugendfeuerwehren gab, wurde auf der Mitgliederversammlung vom 12. April 1949 unter Punkt 3. beschlossen: "Es wird geplant, eine Jugendgruppe aufzustellen." In dieser Jugendgruppe wurden die Kameraden von 16.-22. Lebensjahr zusammengeschlossen, um die Wehr auch für weitere Jugendliche interessant zu machen. Aus dieser Jugendgruppe ist auch der langjährige stellvertretende Ortsbrandmeister Heinz Ludewig hervorgegangen.

Nach Gründung der ersten Jugendfeuerwehren im Kreisgebiet und durch das schneidige Auftreten der Jugendfeuerwehr Holzhausen beim Feuerwehrfest 1967 in Reher, verstärkte sich bei dem damaligen Kommando unter Gemeindebrandmeister Karl Dose und seinem Stellvertreter Werner Schulte immer mehr die Meinung, eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Werner Schulte brachte diese Überlegungen auch des öfteren bei Dienstversammlungen vor. Der Entschluß wurde jedoch wegen der ungewissen finanziellen Fragen (wer bezahlt die Ausrüstung) immer wieder hinausgeschoben.

Als dann am Himmelfahrtstage 1971 die Feuerwehrkameraden ihre traditionelle Wanderung zur Zementkuhle durchführten, folgten den Kameraden ca. 10 Jugendliche und trugen den Wunsch vor, in einer Jugendfeuerwehr aufgenommen zu werden.

Spontan entschloß man sich an diesem Tag eine Jugendfeuerwehr ins Leben zu rufen. Die Kameraden Horst Weber und Karl-Heinz Schroer wurden sofort als Jugendwarte nominiert.

Der damalige Gruppenführer und spätere Ortsbrandmeister August Lindert führte daraufhin ein Gespräch mit dem Kreisjugendfeuerwehrwart Karl Frye, der sich sofort bereit erklärte, das Kommando der Wehr über den Zweck, die Aufgaben und insbesondere die jugendpflegerische Zielsetzung der Jugendfeuerwehr zu unterrichten. Da August Lindert auch Ratsmitglied der damals noch selbständigen Gemeinde Reher war, konnte er in dieser Funktion  seine Ratskollegen von der Wichtigkeit einer Jugendfeuerwehr als Nachwuchsorganisation für die Feuerwehr überzeugen und so stimmte der Gemeinderat einstimmig der Gründung einer Jugendfeuerwehr zu.

Bei einer Dienstversammlung am 16.06.1971 im Gasthaus Oelschläger beschloss die Versammlung einstimmig eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Horst Weber wurde einstimmig zum Jugendfeuerwehrwart und Karl-Heinz Schroer ebenfalls einstimmig zu seinem Stellvertreter gewählt.

Somit konnte am 09.07.1971 die Jugendfeuerwehr Reher als erste JF im damaligen "Unterkreis 6 Aerzen" und damit auch als eine der ersten im Landkreis Hameln-Pyrmont gegründet werden.

15 Jugendliche wählten aus ihrer Mitte Achim Dose zum Jugendgruppenleiter, Christian Götte zum Kassenwart und Ulrich Söhndel zum Schriftwart.

Die ersten Mitglieder in der Jugendfeuerwehr Reher waren:

Achim Dose, Christian Götte, Bernd-Michael Nitsche, Reinhard Pettig, Detlef Hölscher, Michael Lange,
Hans Rhode, Heinrich Rinsche, Ulrich Söhndel, Mario Zlobinski, Udo Schott, Markus Poluda,
Hans-Otto Preuß, Wilfried Corbach, Werner Corbach

Die erste größere Aktion im gleichen Jahr war ein Zeltlager im Ahorn. Hierbei wurde festgestellt, daß man unbedingt ein großes Zelt benötigt. Finanzielle Probleme brachte die Beschaffung der persönlichen Ausrüstung. So wurden Kombi, Schmalkoppel und Helm durch Zuschüsse aus der Wehrkasse angeschafft, Käppi, Hemd und Schlips bezahlten die Eltern.

1972 wurde ebenfalls durch einen Zuschuß aus der Wehrkasse ein 12 Personenzelt angeschafft, zu dem der Kamerad Wilhelm Weber sen. den Fußboden stiftete. Dieses Zelt wurde beim damaligen 4.Kreiszeltlager in der Glesse zum erstenmal eingesetzt. Bei diesem Zeltlager in der Glesse wurde das (eiskalte) Wasser zum Waschen und Duschen noch direkt aus einem angestauten Bach entnommen. Bei den durchgeführten Spielen und Aufgaben konnten durchweg erste Plätze erreicht werden.

Da man auch in der Jugendfeuerwehr Flagge zeigen wollte, stifteten Horst Weber und Karl-Heinz Schroer 1972 einen  Wimpel.

In den kommenden Jahren wurde an mehreren Gemeinde-, Kreis-, einem Bezirkszeltlager in Bad-Pyrmont sowie an etlichen Pfingstzeltlager teilgenommen.

Horst Weber führte die Jugendfeuerwehr bis zum Jahre 1976. Nachfolger wurde dann sein Stellvertreter Karl-Heinz Schroer. Kamerad Weber war von 1976 bis 1979 als stellvertretender- und von 1979 - 1982 als Gemeindejugendfeuerwehrwart in der 1976 gegründeten Gemeindejugendfeuerwehr Aerzen tätig.

Im Jahre 1976 und 1980 wurden gemeinsame Fahrten mit der Jugendwehr Holzhausen nach Berchtesgarden durchgeführt, die auch heute noch in guter Erinnerung sind.

Ebenfalls unvergessen wird wohl auch der Flug mit einer Transall der Bundeswehr vom Fliegerhorst Wunstorf aus über unseren Heimatort bleiben, der bei der Besichtigung des Fliegerhorstes und der Flughafenfeuerwehr durchgeführt wurde und durch die Vermittlung von Peter Schulz zustande kam.

Zwischenzeitlich wurde für das Zelt noch ein Vorzelt angeschafft, so daß man auch bei schlechtem Wetter noch im Trocknen vor dem Zelt sitzen konnte.

Im Jahre 1981 wurde anläßlich des 10 jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Reher ein großes Zeltfest auf dem Sportplatz in Reher gefeiert.

Karl-Heinz Schroer führte die Jugendwehr bis 1986. Für seine Verdienste um die Jugendfeuerwehr wurde er ebenso wie August Lindert mit der Floriansmedaille ausgezeichnet. Nachfolger wurde sein Stellvertreter Arnold Albrecht.
Da seit 1978 auch Mädchen in der Jugendwehr aufgenommen werden, benötigte man ein zweites Zelt. Hauptsächlich aus Altpapiersammlungen war es möglich ein 10 Personenzelt aus eigenen Mitteln anzuschaffen. Die Altpapiersammlungen werden seit 1979 von der Jugendfeuerwehr Reher durchgeführt. Zunächst in unregelmäßigen Abständen, mit Ankündigung durch Wurfzettel und Bekanntmachung in der Zeitung und seit etlichen Jahren monatlich. Dabei bewältigen die Jugendlichen Lasten von ca. 60 Tonnen pro Jahr für den Umweltschutz.

Ein weiterer Höhepunkt war dann mit Sicherheit ein Rundflug mit einem Hubschrauber der Bundeswehr vom Fliegerhorst Faßberg über das Zeltlager am Südseecamp bei Wietzendorf in der Lüneburger Heide.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Reher beschloß das Kommando wiederum ein Zeltfest auszurichten, daß dann 3 Tage auf einem großen Festzelt auf dem Sportplatz in Reher bei bestem Wetter gefeiert wurde.

Aus diesem Bericht kann man erkennen, dass unsere Jugendfeuerwehr gern einmal in Flugzeuge oder Hubschrauber einsteigt, um in die Luft zu gehen. So verwundert es nicht, dass sie sich im Kreiszeltlager 1991 in Hameln besonders anstrengten, als es darum ging, einen Rundflug über ihren Heimatort zu gewinnen. Ihre Anstrengungen waren von Erfolg gekrönt und zum Rundflug über Reher wurde vom Flugplatz Kleinenberg aus gestartet.

Das Zelt aus dem Jahre 1972 zeigte schon seit einiger Zeit die ersten Schwachstellen, an denen es immer wieder durchregnete und so wurde im Kommando der Feuerwehr der Entschluß gefaßt, ein neues Mannschaftszelt anzuschaffen. Dieser Entschluß im Frühjahr 1993 mit Hilfe eines Zuschusses durch Landkreis und Gemeinde auch in die Tat umgesetzt und es wurde ein Mannschaftszelt für 10 Personen angeschafft. Das Material für den Holzfußboden wurde aus eigenen Mitteln durch die regelmäßig durchgeführten Altpapiersammlungen bezahlt. Mit Hilfe unserer aktiven Kameraden wurde der Fußboden dann zusammengezimmert.

Arnold Albrecht führte die Jugendfeuerwehr bis 1994. Auf der Jahreshauptversammlung am 8. Januar gab er seinen Posten ab und die Versammlung wählte die Kameradin Christa Jakobi zur Jugendfeuerwehrwartin.

Am 10. und 11. August 1996 wurde das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Reher mit einem „Spiel ohne Grenzen“ und einem Festball am Abend sowie einem Kommers mit anschließendem Katerfrühstück am Sonntagmorgen zünftig begangen.

Aus persönlichen Gründen legte Christa Jakobi ihr Amt bei der Jahreshauptversammlung am 10. Januar 1998 nieder. Als Nachfolger wurde der Kamerad Michael Baumbach einstimmig gewählt.

Michael Baumbach führte die Jugendfeuerwehr bis zum Jahre 2004 und stellte sich dann nicht mehr zur Wahl. Als Nachfolger wählte die Versammlung Malte Müller bei der Jahreshauptversammlung zum neuen Jugendfeuerwehrwart. Malte führt die Jugendfeuerwehr bis heute.

Unsere Jugendfeuerwehr hat seit ihrem Bestehen an allen Gemeinde- und Kreiswettkämpfen teilgenommen und dabei durchweg sehr gute bis mittlere Plätze belegt. Es wurde sogar die Qualifikation für die Bezirkswettkämpfe in Syke und 2007 in Bad Nenndorf geschafft, bei denen jeweils ein mittlerer Platz erreicht werden konnte.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, daß die Jungen und Mädchen in dieser Jugendwehr beachtliches geleistet haben. Sie haben viele feuerwehrtechnische und sportliche Wettkämpfe bestritten und großartige Erfolge errungen. In dieser Zeit haben fast 140 Jugendliche unsere Jugendwehr durchlaufen. Viele von ihnen haben dabei die höchste Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr - die Leistungsspange-  und nun seit einigen Jahren auch die Jugendeflamme 1 und 2 errungen.
Bei den vielen Lageraufenthalten und Fahrten haben sie viel Spaß und Freude am Leben und Treiben in der Jugendfeuerwehr erfahren. Auch im Umweltschutz ist unsere Jugendfeuerwehr sehr aktiv, so wird in monatlichen Abständen Altpapier im Ort gesammelt. Im Winter wird die Sporthalle mit genutzt und es werden Spieleabende und Übun gsabende veranstaltet, bei denen den Jugendlichen feuerwehrtechnisches Wissen vermittelt wird. Außerdem wurde an Umweltschutztagen teilgenommen.

Aus der Jugendfeuerwehr konnten bis zum heutigen Tage 48 Jungfeuerwehrmänner in die aktive Wehr übernommen werden, von denen heute noch 23 Kameraden und Kameradinnen aktiv in unserer Wehr tätig sind. Doch nicht nur aus Reher, sondern auch aus den umliegenden Orten wurden Jungen und Mädchen in unsere Jugendwehr zu Feuerwehrmännern und -frauen ausgebildet. Zu besten Zeiten waren 22 Mitglieder in unserer Jugendwehr. Heute haben wir 14 Mitglieder, davon 8 Jungen und 6 Mädchen.

Alle Jugendwarte und auch ihre Stellvertreter haben sich große Verdienste um unsere Jugendfeuerwehr erworben. Haben sie doch so manchen Urlaub und manchen freien Tag für die Zeltlageraufenthalte und andere Maßnahmen geopfert um ehrenamtliche Jugendarbeit zu leisten, dafür sei ihnen auf diesem Wege noch einmal recht herzlich gedankt.
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Förden
31855 Aerzen
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